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Binäre Optionen bergen ein gewisses Risiko aber auch eine hohe Gewinnmöglichkeit (Quelle: Bigstock-ID-54559502-by-AndreyPopov)

Binäre Optionen: Reiz – Verlust – Gewinn

Binäre Optionen wurden ab 2008 für Privatanleger durch die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC freigegeben, es gibt sie aber schon seit den späten 1990er Jahren für institutionelle Investoren. Das bedeutet, ihr Grundprinzip – auf binäre Weise kann nur ein vorab definierter Gewinn oder Verlust entstehen – war den Großanlegern schon länger geläufig und wurde als Spielart des Handels akzeptiert. Die Freigabe ab 2008 hatte den Hintergrund, dass amerikanische Broker das Bedürfnis privater Anleger nach einer sehr einfachen Optionsart erkannten und die entsprechende Freigabe über die SEC beantragten. Parallel dazu hatten sich die Online- und die Smartphone-Technik so weit entwickelt, dass Binäre Optionen als massenhaft genutzte Variante von Derivaten “in der Luft lagen”. Der mögliche Gewinn ist nämlich nur ein positiver Teilaspekt dieser Optionsart, fast ebenso wichtig dürfte ihr leichtes Handling sein.

Die Popularität von Binären Optionen…

…erschließt sich hauptsächlich aus diesen beiden Aspekten. Der Gewinn steht

  • a) von vornherein fest
  • b) kann sehr hoch ausfallen

Das Handling ist so unkompliziert, dass es auch vom Smartphone aus funktioniert. Binäre Optionen benötigen keinen Stopploss, der über ein Smartphone nur sehr schwer zu programmieren wäre. Für das Buchen tippen die Trader einfach einen Button auf dem Display an. Apps erleichtern den Zugang zu den Brokern, sodass eine Binäre Option in jeder Situation und von jedem Ort aus unkompliziert zu buchen ist. Hinzu kommen die niedrigen Kontokapitalisierungen von 100 bis 200 Euro und die äußerst geringen Investitionen zwischen rund fünf bis 25 Euro pro Option (in Ausnahmefällen auch nur ein Euro), die das Risiko pro Trade in sehr überschaubaren Grenzen halten. Dem steht der Gewinn gegenüber: Bei klassischen Call- und Put-Optionen liegt er zwischen 70 bis 90 Prozent, bei Touch-Optionen schütten die Broker High Yield Gewinne zwischen rund 130 bis zu 700 Prozent aus. Im Verlustfall verfällt der oft sehr kleine Einsatz, manchmal erstatten die Broker 10 – 15 Prozent.

Binäre Optionen in der Ära des Smartphones

Wenn man diese Aspekte mit dem Lebensstil der Generation Smartphone zusammenfasst, kann es für junge Trader fast keine andere Optionsmöglichkeit geben. In diesem Kontext ist zu beachten, dass es Online-Zugänge zu Brokern schon etwa ab 2005 gab, jedoch waren sie vom normalen Handy aus teuer und derart unübersichtlich, dass Trader vom mobilen Handeln sehr schnell wieder Abstand nahmen. Sie hätten ein klassisches Derivat – einen CFD, einen klassischen Optionsschein oder einen Knock-out – auf dem ohnehin unübersichtlichen Interface ihres Brokers mit einem Stopploss versehen müssen, was auf dem winzigen Handy-Display nur noch mit Brille und Stift möglich gewesen wäre. Dann hätten sie zu hohen Gebühren ihren Stopploss mobil nachziehen müssen, das war die Mühe und die Kosten nicht wert (entsprechende Erfahrungen liegen vor). Binäre Optionen hingegen sind auf dem Smartphone nicht nur mit einem einzigen Touch einfach zu buchen, sie können danach auch “vergessen” werden – ein Stopplossmanagement gibt es schließlich nicht. Die Option läuft im Gewinn oder Verlust aus, der Trader braucht praktisch nicht mehr hinzuschauen. Natürlich bieten die Broker Zusatzfeatures an, wie zum Beispiel:

  • Early Closure
  • Rollover
  • Double Up
  • Ladder

Diese Zusatzoptionen, können auch während der Optionslaufzeit programmiert werden, doch das ist nicht in jedem Fall nötig oder auch nur produktiv. Bei kleinen Einsätzen ist es tatsächlich sinnvoller, die Binäre Option einfach laufen zu lassen, das macht auch für erfahrene Trader einen Teil ihres Reizes aus.

Binäre Optionen unter dem Gesichtspunkt des praktischen Tradings

Die Binäre Option bezieht ihren Reiz keinesfalls nur aus dem möglichen Gewinn bei kleinem Einsatz. Um die ganze Faszination oder den rein psychologischen Vorteil dieser Optionsart zu verstehen, muss man etwas tiefer in die Tradingpsychologie einsteigen. Bei einem Trading mit Stopploss und Kaufstopp, wie es bis zum Zeitalter der Binären Optionen üblich war (und natürlich weiterhin praktiziert wird), steht der Trader während der gesamten Laufzeit seines Trades, die auch Monate dauern kann, unter permanentem Entscheidungsdruck. Über den richtigen Stopploss wird zwar sehr viel philosophiert, doch in Wahrheit gibt es ihn nicht.
Ein einfaches Beispiel sieht so aus:

  • Der Trader ein Derivat (CFD, Knock-out) meinethalben auf den Dax bucht und sich vornimmt, nicht mehr als ein Prozent seines Tradingkapitals zu riskieren. Das entspräche beispielsweise 20 Dax-Punkten und darf im Normalfall als gesunder Abstand zum Einstiegspunkt gelten. Doch was ist normal? Der Dax bewegt sich nach dem Buchen des Call-Derivates um 30 Punkte nach oben: Soll der Trader seinen Stopp nachziehen? Beim Einhalten der 20 Punkte zum Kurs läge der Trade nun 10 Punkte im Gewinn (Gebühren und Spread vernachlässigt), aber der Kurs kann anschließend um 25 Punkte zurückschlagen, der Trader hat 10 Punkte gewonnen, muss den Neueinstieg überlegen und sieht anschließend zu, wie der Kurs die prognostizierte Aufwärtsrichtung wieder einschlägt und eine 120-Punkte-Rallye hinlegt – hätte man den Stopp doch bloß nicht angefasst! Hätte man doch nicht hingesehen! Genau das Letztere macht der Binäre-Optionen-Trader: Er sieht nicht mehr hin. Ohnehin hat er sein Smartphone genutzt und ist nun unterwegs, er kann gar nicht hinsehen. Wozu? Um einen Stopp muss er sich nicht kümmern. Nach einigen Minuten, Stunden oder Tagen betrachtet er erfreut seinen Gewinn. Zwischendurch gibt es keinen Entscheidungsdruck, nach dem Buchen ist nichts mehr zu entscheiden (Zusatzfeatures ausgeklammert).

Genau das macht einen großen Reiz bei Binären Optionen aus. Natürlich ähnelt das ein wenig dem Wurf der Roulette-Kugel, jedoch unterscheiden sich Binäre Optionen und Glücksspiel gewaltig, denn vor dem Buchen hat sich der Trader die Charts angeschaut und den möglichen Gewinn kalkuliert. Nur eines müssen die Trader beachten: Trotz allem Reiz sollte man sich auf Profibroker verlassen, diese finden Sie zum Beispiel auf www.binary24.de.

Gewinn und Verlust bei Binären Optionen

Es gibt einige pauschale Aussagen von Tradern, die Binäre Optionen mit den modernen Expert Advisors handeln, die es inzwischen auch auf diesem Sektor gibt. Das sind automatische Handelsprogramme, die dem Trader die Entscheidung über das Buchen abnehmen. Bei guter Voreinstellung, die dem Risikoprofil des Anlegers entspricht, liegt die Trefferquote mancher Programme um rund 40 %, das bedeutet bei einer Gewinnausschüttung von 80 % auf Call- und Putoptionen einen Gesamtgewinn (ohne Verlustrückerstattung) von 32 %. Nur zeitliche Aussagen gibt es nicht, denn die Programme handeln nur bei vorliegendem Signal, was in Seitwärtsphasen nicht täglich passieren muss. Trader, die jede Option von Hand einbuchen, publizieren leider nicht ihren Gewinn oder Verlust. Das gibt es auch im klassischen Trading nur äußerst selten und hat seine Gründe: Hohe Gewinne erhöhen in so kurzer Zeit so stark das Vermögen des Traders, dass dieser sein Leben nach neuen Sicherheitsmaßnahmen ausrichten müsste, wenn jedermann seine Performance kennen würde.

Für wen eignen sich Binäre Optionen?

Jede volljährige, geschäftsfähige Person kann Binäre Optionen handeln. Der mögliche, exorbitant hohe Gewinn lockt auch Spieler an, jedoch sollten die Interessenten beachten, dass es sich nicht um Glücksspiel handelt. Börsenkurse haben Ursachen, Charts kann man lesen. Ein wildes Spekulieren, womöglich gegen den Markt, führt höchstens zufällig und niemals langfristig zum Gewinn mit Binären Optionen.

Bildquelle: Bigstock-ID: 54559502 by AndreyPopov

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