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Viele Produkte, die wir möglicherweise wegschmeißen, geben auf einem Flohmarkt oder in einer Börse noch ein wenig Geld (Quelle: geralt-©-Pixabay–CCO-Public-Domain)

Geld verdienen mit dem Verkauf von gebrauchten Sachen

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Ob beim Umzug, beim Frühjahrsputz oder dem Aufräumen der Garage: Immer wieder fallen alte Sachen an, die selbst nicht mehr gebraucht werden. Doch nicht alles, was aus dem Haus soll muss zwangsläufig auch wertlos sein und in der Entsorgung landen. Viele Dinge können noch einige Euros in die eigene Kasse einbringen, sofern sich stattdessen für den Verkauf entschieden wird. Die häufigste Frage dabei ist: Was kann verkauft werden und wo verkauft es sich am besten?

Was kann verkauft werden und was sollte entsorgt werden?

Nicht alles, was ausrangiert werden soll, kann auch zu Geld gemacht werden. Ob etwas Gebrauchtes noch von Wert ist oder nicht, hängt meist von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Ist der Artikel noch funktionstüchtig oder ist er beschädigt, beziehungsweise defekt?
  • Wie ist hoch ist die restliche Lebensdauer, beziehungsweise die Haltbarkeit des Artikels?
  • Welchen Wert hat der Artikel im Einkaufspreis?
  • Hat der Artikel eventuell einen Sammlerwert?
  • Wie hoch ist aktuell die Nachfrage nach diesem oder ähnlichen Artikeln?

Unabhängig von diesen Faktoren gibt es natürlich auch Gebrauchtwaren, die sich grundsätzlich nicht für den Wiederverkauf eigen. Hierunter fallen beispielsweise geöffnete oder angebrochene Lebensmittel, Medikamente oder gebrauchte Hygiene-Artikel, wie beispielsweise Zahnbürsten oder Unterwäsche. Außerdem sollte davon abgesehen werden Gebrauchtwaren zu verkaufen, die aufgrund ihrer bisherigen Lebensdauer eventuelle Sicherheitsrisiken mit sich bringen können. Aus diesem Grund wird in vielen Ratgebern für Eltern beispielsweise vom Kauf gebrauchter Kindersitze für das Auto abgeraten.

Wo lassen sich gebrauchte Artikel am gut verkaufen?

Früher gab es nicht viele Optionen, um gebrauchte Sachen weiter zu verkaufen: Die Gebrauchtartikel konnten entweder zu speziellen Geschäften für den Ankauf oder auf den nächsten Flohmarkt getragen werden. Ersteres erweist sich häufig als kompliziertes Unterfangen, da entsprechende Geschäfte nur selten zu finden oder in ihrem Warensortiment stark eingeschränkt sind. Letzteres ist dagegen in der Regel mit hohem Aufwand verbunden, da der potentielle Verkäufer zunächst darauf angewiesen ist, dass ein passender Flohmarkt in der Nähe stattfindet, anschließend mindestens einen halben oder ganzen Tag Arbeit investieren muss und am Ende trotz Standgebühren außerdem keine Garantie dafür hat, dass er seine Sachen auch los wirdDer große Vorteil der Flohmärkte ist dagegen, dass sich zum Teil recht gute Preise für die Gebrauchtartikel erzielen lassen und, dass gegebenenfalls direkt mit dem Käufer verhandelt werden kann. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, eine Kleinanzeige in der Zeitung zu schalten. Dies lohnt sich selbstverständlich nicht für jeden kleinen Artikel und bietet sich eher bei größeren Verkaufsobjekten an, wie beispielsweise einem Möbelstück oder einem Kinderwagen.

Das Web bietet die ideale Verkaufsplattform

Gerade heutzutage lässt sich Gebrauchtes jedoch sehr einfach auch online verkaufen. Auf diese Weise kann mitunter eine Menge Geld und Zeit eingespart werden: Zum einen fallen Aufwände für die Entsorgung oder den lokalen Verkauf weg, zum anderen kann aus dem, was sonst als Müll anfallen würde, sogar noch ein kleiner Gewinn herausgeholt werden, der beispielsweise in die Investition neuer Anschaffungen fließen kann. Der Verkauf von Gebrauchtartikeln über das Internet ist schon seit einigen Jahren ein stetig wachsender Trend, der bereits einige, eigens für diesen Zweck entstandene Plattformen auf den Markt gebracht hat.

Welche Online Plattformen für den Privatverkauf gibt es?

Der klassische Weg, um gebrauchte Artikel im Netz zu verkaufen, sind hierbei sogenannte Online-Aktionshäuser. Des Weiteren können private Verkäufer mittlerweile auch auf eine Vielzahl an digitalen Kleinanzeigern zurückgreifen, in denen kostenlos Verkaufsanzeigen geschaltet werden können. Ähnlich funktioniert auch der Verkauf über Tauschbörsen in Foren. Neuer sind dagegen sogenannte Online-Flohmärkte, die mehr oder weniger auf demselben Prinzip basieren, wie die digitalen Kleinanzeiger: Der private Verkäufer stellt einen Artikel ein, während sich Interessenten über die vom Verkäufer angegebenen Kontaktdaten melden können. Der Gesamte Verkauf wird vom Verkäufer und dem Käufer nach eigenen Absprachen abgewickelt, wobei der Online-Flohmarkt lediglich eine Plattform zum Austausch bietet. Das Interessante an solchen Online-Flohmärkten ist jedoch, dass sie zum großen Teil auf mobilen Apps basieren und sich auf lokale Angebote in einem bestimmten Radius des Käufers, beziehungsweise Verkäufers beschränken. Außerdem wird das Einstellen und Anfragen von Angeboten durch die Nutzung der mobilen Geräte und Gerätekameras ungemein erleichtert. Weitere Beispiele dafür, welche Plattformen und Möglichkeiten sich für welche Gebrauchtartikel eignen, zeigt die folgende Aufstellung:

Auch ältere Produkte, beispielsweise Wälzer und Klassiker-Bücher, haben teilweise noch einen sehr guten Wert (Quelle: PublicDomainArchive©Pixabay–CCO-Public-Domain)

Auch ältere Produkte, beispielsweise Wälzer und Klassiker-Bücher, haben teilweise noch einen sehr guten Wert (Quelle: PublicDomainArchive©Pixabay–CCO-Public-Domain)

 

  • Bücher, DVDs und Spiele
    Medien in jedweder Form lassen sich in der Regel immer gut verkaufen. Hierzu zählen unter anderem CDs, DVDs, Spiele, Bücher aber auch alte Zeitschriften, Zeitungen und Magazine. In den letzten Jahren sind im Web einige Plattformen aufgetaucht, die sich insbesondere auf den Ankauf von Büchern, DVDs und Computerspielen von Privatpersonen spezialisiert haben. Ein Beispiel hierfür ist die bekannte Ankaufsplattform Momox. Der Vorteil solcher Plattformen ist, dass der Verkäufer sofort größere Mengen an gebrauchten Artikeln an den Anbieter abgeben kann und der Versand der Ware zum Anbieter für den Verkäufer kostenfrei ist. Außerdem werden die Preise für die jeweiligen Artikel zuvor vom Anbieter festgelegt, was dem Verkäufer einerseits Zeit erspart, ihm andererseits aber auch den Verhandlungsspielraum nimmt.
  • Bekleidung und Accessoires
    Bei Textilien, Kleidung und Accessoires hat sich das alte Flohmarkt-Prinzip durchgesetzt. Auch heute werden Kleider bevorzugt in Online-Aktionshäusern oder Tauschbörsen verkauft.
  • Möbel und Haushaltswaren
    Möbel und Haushaltswaren sollten bevorzugt an Käufer in der näheren Umgebung abgegeben werden, da der Versand von sperrigen Gegenständen den Verkaufspreis nur unnötig in die Höhe treibt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, für den Verkauf von gebrauchten Möbeln oder größeren Haushaltsgeräten digitale Kleinanzeiger zu nutzen, um Käufer in der Nähe zu finden.
  • Elektrogeräte
    Gebrauchte Elektrogeräte sind mitunter schwer zu verkaufen, da potentielle Käufer hier gern die Funktionstüchtigkeit der Artikel infrage stellen und es häufig an Vertrauen zum Verkäufer mangelt. Insbesondere, wenn die Garantie für das Gerät bereits abgelaufen ist. Ähnlich wie Momox speziell auf den Ankauf von Büchern, DVDs und Spielen ausgelegt ist, bietet das Web jedoch auch einige Plattformen, die gebrauchte Elektronik ankaufen. Da die Anbieter sich aber meist auf den Kauf von neueren Geräten, wie Tablets, Smartphones und Laptops beschränken, eignen sich diese Plattformen nur bedingt zum Verkauf von Elektrogeräten. Abgesehen davon, sind die zu erwartenden Verkaufspreise hierbei oft sehr niedrig angesetzt.

Bildquellen:
geralt © Pixabay – CCO Public Domain
PublicDomainArchive © Pixabay – CCO Public Domain

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