nebenverdienst.de

Microjobs im Internet: Viele Kleine Aufgaben warten...

Microjobs im Internet

| Keine Kommentare

Was sind Microjobs?

Sogenannte „Microjobs“ erleben zurzeit einen regelrechten Boom. Dahinter verbergen sich Tätigkeiten, die innerhalb kurzer Zeit und ohne Vorkenntnisse online, per Tablet oder Smartphone ausgeführt werden können. Ein Microjobber nimmt Aufträge von anderen Mitgliedern an, in der Regel aus seiner Nähe, die für diese Aufträge ein Honorar aussetzen. Ein Charakteristikum für Microjobs ist ihre Eigenschaft, dass sie nebenbei erledigt werden können, wie beispielsweise das Fotografieren einer Speisekarte beim Besuch eines Restaurants oder das Fotografieren von Verkehrsschildern beim Spaziergang.

Um an solche Microjobs zu gelangen, muss der Microjobber eine entsprechende App für sein Smartphone herunterladen und sich in der App registrieren oder sich beim Betreiber auf dessen Webseite registrieren. Nach Erhalt der Bestätigung per Mail kann der Microjobber sofort beginnen: Das Smartphone lokalisiert mit Hilfe der GPS-Funktion den Standort des Nutzers. Daraufhin zeigt ihm die App die gerade in der Nähe verfügbaren Microjobs an. Außerdem besteht die Möglichkeit, ortsunabhängige Aufgaben anzunehmen oder gezielt nach Microjobs in einer bestimmten Stadt zu suchen. Mit Hilfe der Kamera des Smartphones kann der Microjobber auf Anweisung Fotos schießen und direkt an den Anbieter der App senden.
Vermittler von Microjobs übernehmen Projekte von großen oder kleinen Unternehmen, die die Vermittler beauftragen, ihnen bestimmte Daten, beispielsweise zur Marktforschung, zu beschaffen. Die Betreiber der Apps zerlegen die Aufgaben in Kleinstaufträge und vermitteln diese dann an die Microjobber als freie Mitarbeiter.

Welche Arten von Microjobs gibt es?

Die Tätigkeiten, die als Microjobs angeboten werden, sind typischerweise Aufgaben, die von Menschen ausgeführt werden und digital übermittelt werden können und für deren Erledigung ein Computer zu teuer oder ungeeignet wäre. Typische Beispiele für Microjobs sind:

  • Texte und Artikel korrigieren,
  • Audioaufnahmen mit Untertiteln versehen,
  • Internetrecherchen,
  • Umfragen ausfüllen,
  • Produktbeschreibungen anfertigen,
  • Onlineshops besuchen und beschreiben,
  • Fotos erstellen,
  • Öffnungszeiten von Geschäften erfassen,
  • Werben neuer Mitglieder.

Anbieter von Microjobs

Momentan boomen die Microjob-Apps; ob dieser Trend allerdings anhält, bleibt abzuwarten. Auf dem Markt für Microjob-Anbieter herrscht eine deutliche Fluktuation. Während sich anfangs die Betreiber auf die Nutzung der App innerhalb der Nutzergruppe konzentrierten, setzen neuere Apps auf Unternehmen als Auftraggeber. Zu den größeren Anbietern auf dem Markt für Microjobs gehören gegenwärtig:

  • Streetspotr,
  • Eyequest,
  • Cash4feedback,
  • AppJobber
  • Many-link

Für wen lohnt sich ein Microjob?

Reich wird man durch Microjobbing nicht. Im Allgemeinen ist die Bezahlung der Microjobs schlecht, pro Auftrag sind zwischen einem und zehn Euro möglich. Der Aufwand für einen Auftrag kann zudem beträchtlich schwanken. Bei den meisten Aufträgen der Microjob-Apps lässt sich nicht viel Geld verdienen, sodass sich das Microjobbing erst bei einer gewissen Masse finanziell lohnt. Dafür sollen die Jobs eben auch nebenbei erledigt werden können. Lohnenswert ist das Microjobbing daher nur für Personen, die sowieso viel unterwegs sind und in einer größeren Stadt leben.

Was muss man bei Microjobs beachten?

Wer als Microjobber beispielsweise beim Restaurantbesuch Fotos machen will, muss bedenken, dass dies rechtlich unter Umständen nicht erlaubt ist. Auch Aufnahmen, auf denen fremde Personen zu sehen sind, können zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Die Anbieter der Microjob-Apps weisen nicht oder nur unzureichend auf diese Probleme hin, sodass letztlich der Microjobber selbst für sein Handeln verantwortlich ist.
Auch mit den sozialversicherungsrechtlichen Fragestellungen werden die Nutzer allein gelassen: Es handelt sich beim Microjobbing nicht um eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, sondern die Microjobber sind mit Freiberuflern vergleichbar und daher selbst für Versicherung und die Abführung von Einkommensteuer verantwortlich.

Ist ein Microjob als Haupt- oder Nebenerwerb möglich?

Zwar propagieren die Anbieter der Microjob-Apps ihre Dienste als idealen, zeitlich und räumlich flexiblen Nebenverdienst, allerdings sind die Angebote dafür ungeeignet. Für die meisten Aufträge wird mehr Zeit benötigt als vom Anbieter veranschlagt wird, sodass der tatsächliche Verdienst sinkt, da nicht nach Zeit, sondern nach erledigten Aufgaben bezahlt wird. Daher sind die Aufträge eher als Zeitvertreib denn als Nebenerwerb zu sehen.

Bei den meisten Microjobs steht somit eher die Freude am Mitmachen im Vordergrund als das Geld verdienen. Wer wirklich einen Nebenverdienst braucht, ist sicherlich mit anderen Tätigkeiten besser bedient als mit schlecht bezahlten Microjob-Aufträgen.

FAZIT: Als Haupterwerb ist das Microjobbing absolut ungeeignet: Neben den geringen Verdienstmöglichkeiten ist besonders die fehlende soziale und rechtliche Absicherung problematisch, da Microjobber mit Freiberuflern vergleichbar sind, das geringe Entgelt aber kaum für eine private Absicherung ausreichen dürfte.

Bildquelle: bigstock-ID-82127387-by- PureSolution

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.