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Nebenberuflich als Model arbeiten ist nicht leicht, aber möglich (Quelle: Bigstock-ID-73388017-by-dolgachov)

Nebenberuf Model – geht das?

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Welches Mädchen träumt nicht davon, ein aufregendes Leben als Model zu führen: Von allen Seiten bewundert, im Blitzlicht der Fotografen, auf dem Titelblatt der Vogue, Vanity Fair oder zumindest der Brigitte und vor allem mit sündhaft hohen Gagen, die einem einen Platz in der High Society sichern. Doch dieser Wunsch entspricht kaum der Realität. Modeln als Nebenjob kann jedoch neben dem Studium oder als durchaus lukrativer Zweitjob, Einstieg und Alternative zugleich sein. Für Werbeprospekte, Kataloge und Flyer zu posieren oder in kleinen Filmprojekten mitzuwirken, kann riesigen Spaß machen. Man lernt tolle Leute kennen, geht auf Reisen und verdient Geld.

Voraussetzungen für den Job als Model

Der Weg zu einer ernsthaften Zweitkarriere ist nicht ganz leicht. Ein gutes Aussehen ist das eine. Arbeit, Vorbereitung, Ausstrahlung und Marketing sind das andere. Außerdem muss man Prioritäten setzen: Ausbildung, Jobs und Privatleben koordinieren, über ein gutes Zeitmanagement verfügen und vor allem Durchhaltevermögen sowie Geduld entwickeln. Die erste und wichtigste Voraussetzung liegt in einem selbst. Zeigt man sich gerne, lässt man sich gerne fotografieren, verfügt man über die Fähigkeit zur Selbstdarstellung? Gefragt ist zunächst der Wille zum Auftritt. Das Äußere, Größe, sowie Maße, Kleider- und Schuhgröße, kann sogar sekundär sein, wenn die Ausstrahlung stimmt und man dem gewünschten Typ entspricht. Im Allgemeinen sollte man zwischen 15 und 23 Jahren alt sein, zwischen 1,75 m und 1,82 m groß und ungefähr über die Maße 87-61-90 verfügen. Das bekannte Topmodel der sechziger Jahre, Twiggy, war 1,72. Kate Moss misst sogar nur 1,70 m. Abweichungen kommen also durchaus vor und setzen sich auch erfolgreich durch. Ein gepflegtes, gesundes Äußeres ist ein absolutes Muss. Das gilt besonders für Haut, Haare und Zähne. Ein gesundes Selbstbewusstsein, Disziplin, Pünktlichkeit und Ausdauer gehören ebenso zu den Grundvoraussetzungen wie eine gute Haltung.
Weitere, gefragtre Fähigkeiten, die ein Model besitzen sollte sind:

  • Aufgeschlossenheit
  • Höflichkeit
  • Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • gute Englischkenntnisse

Besonders als Model im Nebenjob muss man schnell umschalten und sich auf neue Situationen einstellen können. Für Werbung sowie für Kataloge werden ganz unterschiedliche Models gesucht, die durchaus nicht immer über die Traummaße der großen Laufsteg-Stars verfügen. Vom Kind bis zur Seniorin, von schlank bis mollig, von blond bis brünett sind in den Katalogen durchaus verschiedene Typen zu sehen.

Der Weg zum Zweitjob

Aufträge bekommt man über Agenturen. Große Warenhäuser oder Firmen casten in den seltensten Fällen selber. Eine passende Model-Agentur zu finden, ist nicht ganz einfach. Es gibt Agenturen, die auf Sportmodels, Kinder oder Senioren etc. spezialisiert sind. Das kann, je nach Typ und Intention, empfehlenswert sein. Diese Agenturen verfügen über große Erfahrungen, die sich über die intensive Arbeit auf ihrem Spezialgebiet ergibt und über einen entsprechenden Kundenkreis. Wenn für einen Katalog beispielsweise ein älteres Model gesucht wird oder ein bestimmter Kindertyp, so suchen Auftraggeber nach entsprechenden Agenturen, um sich Vorschläge unterbreiten zu lassen. Manche Agenturen laden zu Castings ein, um neue Gesichter zu finden. Meist muss man sich als Model aber initiativ bewerben. Dazu benötigt man eigentlich nur zwei gute Fotos: Einmal eine Porträtaufnahme des Gesichts und zum anderen ein Foto, auf dem der ganze Körper zu sehen ist. Gute Agenten können anhand der Aufnahmen abschätzen, ob man zur Agentur sowie deren Profil passt, und laden einen dann ein.

Seriöse Agenturen sind das A und O

Eine solide Agentur zeigt Transparenz. Bereiche, in denen sie arbeitet, wie Mode und Werbung, werden offen präsentiert. Vertraglich wird abgesichert, was man nicht machen möchte. Sieht eine Agentur kein Vermittlungspotential, erhält man eine Ablehnung, ohne dass Kosten in Rechnung gestellt werden. Bei Aufnahme in eine Agentur wird ein entsprechender Vertrag geschlossen, der Rechte und Pflichten enthält und insbesondere die Honorar- und Provisionsfragen klärt. Für Castings und Probeaufnahmen zur Aufnahme in eine Agenturkartei werden keine Kosten berechnet. Das Anlegen und die Pflege einer Sedcard sowie der Eintrag in Model-Dateien können mit einer Aufwandsentschädigung verbunden sein. Seriöse Agenturen stellen Ihre Rechnung aber erst nach dem ersten Auftrag.

Modeln als 450-Euro-Job?

In der Model-Branche gibt es nur selten feste Arbeitsverträge. Als Model bekommt man ein Honorar. Man arbeitet selbständig und muss entsprechend abrechnen. Voraussetzung ist, auch für Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren, die Anmeldung einer Steuer- und einer Sozialversicherungsnummer. Abzuklären bleibt, ob man als freiberuflich eingestuft wird. Dies ist bei überwiegend künstlerischer Fotografie der Fall, oder ob ein Gewerbe bzw. Nebengewerbe beantragt werden muss. In der Regel benötigen Models, die in der Werbung tätig sind, einen Gewerbeschein. Hat man noch einen anderen sozialversicherungspflichtigen Job, kann man sich als Model nebengewerblich anmelden. Eine seriöse Agentur berät ihre Klienten auch in diesem Bereich. Agenturen vermitteln nicht nur Aufträge, sondern kümmern sich auch um die Abrechnung und handeln die Verträge mit Auftraggebern und Fotografen aus. Aus diesen Dienstleistungen ergibt sich der Anspruch auf die Provision, die die Agentur vom Honorar des Models abzieht.

Generell gilt: Vor der Arbeit, also vor dem Fotografieren, muss ein schriftlicher Vertrag vorliegen, der die Verwertung der Fotos und Finanzen regelt.

Also:

  • Keine Arbeit ohne Vertrag.
  • Mündliche Absprachen sind keinesfalls ausreichend und können zu Problemen führen, die weit über ein nicht gezahltes Honorar hinaus gehen. Zum Beispiel können die Fotos in Zusammenhängen verwendet werden, die einem schaden und eine zukünftige Arbeit auf diesem Gebiet unmöglich machen.

Fazit

Bevor man einen Nebenjob als Model aufnehmen kann, ist einiges zu leisten. Jeder kann, wenn er wirklich will, als Model arbeiten. Es gibt in der Mode und in der Werbung verschiedene Bereiche, für die entsprechende Typen gesucht werden. Ein interessantes, fotogenes Äußeres und vor allem die entsprechende Ausstrahlung können einem helfen, den Traum vom Model in einem Nebenjob zu verwirklichen.

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 73388017 by dolgachov

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