Sie sind auf der Suche nach einem Nebenverdienst?
Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen.
05.05.2011
Bei vielen Schülern ist das Taschengeld bereits zu Ende, wenn noch ziemlich viel Monat übrig ist. Als Lösung bietet sich dann für den Schüler ein Nebenverdienst an.
Zunächst einmal dürfen Schüler erst mit Vollendung des 14. Lebensjahres einer Beschäftigung nachgehen. Diese darf aber zwei Stunden am Tag nicht übersteigen. Erst mit Vollendung des 16. Lebensjahres kann diese Tätigkeit auf bis zu 8 Stunden täglich ausgedehnt werden, aber nicht während der Schulzeit. Grundsätzlich muss die Tätigkeit des Schülers bis 20.00 Uhr beendet sein und darf nur an Werktagen ausgeübt werden. Bei Tätigkeiten im Gaststättengewerbe sind Ausnahmen möglich. Dort können die Arbeitszeiten schon einmal bis 22.00 Uhr gehen.
In dieser Zeit wird der Nebenverdienst der Schüler wie eine kurzfristige Beschäftigung behandelt. Das heißt die Beschäftigungsdauer darf zwei Monate am Stück (das ist bei sechs Wochen Schulferien schon praktisch nicht möglich) oder 50 Kalendertage im Jahr nicht überschreiten. Werden diese Einschränkungen eingehalten, fallen keine pauschalen Beiträge des Arbeitgebers zur Sozialversicherung an. Auch könnte die Steuerzahlung mit 25% pauschalisiert werden. Davon ist dringend abzuraten, denn im Ergebnis ist es günstiger eine Steuerkarte vorzulegen und die regelmäßigen Steuern zu bezahlen. Im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleiches werden dann die bezahlten Steuern zurückerstattet werden, denn kaum ein Schüler wird so viel arbeiten, dass er - nach Abzug der auch ihm zustehenden Pauschalen etc. - mehr als 8.004 Euro im Jahr verdienen wird.
Ist diese Altersgrenze einmal überschritten entfallen alle Begrenzungen bezüglich der Arbeitszeiten. Es können auch - besser bezahlte - Nachtschichten übernommen werden. Insgesamt darf aber eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 60 Stunden nicht überschritten werden. Aber auch dieses Überschreiten muss innerhalb eines Zeitraumes insoweit ausgeglichen werden, dass im Durchschnitt nicht mehr als acht Stunden am Tag gearbeitet worden ist.
Solche Nebentätigkeiten sollte man durchaus positiv sehen, da es den jungen Menschen erlaubt, selbst zu erleben, dass Geld nicht vom Himmel fällt oder auf Bäumen wächst, sondern mit eigener Anstrengung verdient werden muss.
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