Sie sind auf der Suche nach einem Nebenverdienst?
Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen.
05.05.2011
Viele Studenten erhalten BAföG, da ihre Eltern nicht genügend verdienen, um sie unterstützen zu können. Doch meist reicht nicht einmal dieser Zuschuss aus, um ein eigenes Leben finanzieren zu können. Deswegen entscheiden sich immer mehr Empfänger für einen Nebenverdienst, doch hier lauern einige Stolperfallen, die im Vorfeld beachtet werden sollten.
Eine bestimmte Fehl-Information bezüglich Nebenverdienst bei Bezug von BAföG ist weit verbreitet. So denken die meisten, dass es keine Probleme gibt, wenn der monatliche Verdienst nicht mehr als 400 Euro beträgt. Wollen die BAföG-Empfänger jedoch mit keinen Kürzungen rechnen, so dürfen sie den Betrag von 360,88 Euro nicht übersteigen. Unter anderen Umständen wird das BAföG um 30,71 Euro gekürzt.
Dieser Umstand hängt damit zusammen, dass die BAföG-Freibeträge nicht erhöht wurden, was sich auch auf den Freibetrag des Einkommens auswirkt. Wer nicht bereit ist, diese Kürzung hinzunehmen, sollte beachten, dass er bei seinem Nebenverdienst möglichst diesen Betrag von 360,88 Euro nicht übersteigt.
Auch sollte beachtet werden, dass ein monatlicher Verdienst von über 400 Euro sich auf die Krankenversicherung auswirkt, die ab diesen Betrag selbst bezahlt werden muss und nicht, wie es bei unter 25jährigen üblich ist, über die Familienversicherung laufen kann.
Doch es gibt noch eine weitere Zahl, die von Bedeutung ist. So sollten BAföG-Empfänger nicht mehr als 7.188 Euro pro Jahr verdienen. Überschreiten sie diese Grenze, die auch bereits den BAföG-Zuschuss enthält, so gibt es kein Kindergeld mehr und auch die Steuerfreibeträge der Eltern entfallen. Es ist also ratsam, sich vorher zu informieren, welche Kürzungen auf einen Zukommen, wenn diese Grenzen überschritten werden.
Empfänger von BAföG können problemlos einem Nebenverdienst nachgehen, wenn sie sich bewusst machen, dass ab einem gewissen Betrag der BAföG-Satz gekürzt wird und eventuell Probleme mit der Krankenversicherung auftauchen werden. Wer dies nicht riskieren will, sollte diese Grenzen nicht überschreiten.
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