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Antrag auf Harz IV
Antrag auf Harz IV

Nebenverdienst bei Bezug von Hartz 4

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Für manchen Bezieher von Hartz 4 stellt sich die Frage, inwieweit es zulässig und sinnvoll ist, die finanzielle Lage durch einen Nebenverdienst aufzubessern. Harzt 4 und das Arbeitslosengeld 2 sind die Zahlungen, die vonseiten des Staates als Grundsicherung gezahlt werden. Diese Grundsicherung soll dafür Sorge tragen, dass jedem Menschen die Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes zur Verfügung stehen, die unabdingbar erforderlich sind. Anders als beim Arbeitslosengeld 1, das von der Arbeitslosenversicherung abgedeckt ist, kann bei Empfängern von Arbeitslosengeld 2 auch eine Zuwendung erfolgen, wenn eine Beschäftigung vorliegt, die aber nicht ausreichend zur Deckung des Lebensunterhaltes ist. Ein Nebenverdienst ist daher für einen Bezieher von Hartz 4 daher auch nicht bezüglich des Zeitaufwandes limitiert, sondern bezüglich der Zuverdiensthöhe.

Bei einer vollständigen Anrechnung eines Nebenverdienstes wäre der Anreiz, eine Beschäftigung aufzunehmen, insbesondere bei schlecht bezahlten Arbeiten sehr gering. Daher wird ein Nebenverdienst bei Empfängern von Hartz 4 nicht zu 100 Prozent in die Berechnungen einbezogen. Stattdessen wurden Freibeträge und eine gestaffelte Art der Anrechnung festgelegt, damit ein Anreiz zur Aufnahme einer Arbeit für einen Zuverdienst erhalten bleibt. Diese Festlegung wurde folgendermaßen vorgenommen:

Ein monatlicher Nebenverdienst von 100 Euro bleibt unberücksichtigt. Oberhalb 100 Euro bis 800 Euro liegt der nicht anzurechnende Freibetrag bei 20 Prozent, darüber bis 1.200 Euro bei 10 Prozent. Oberhalb von 1.200 Euro gibt es keinen Freibetrag mehr. Eine Ausnahmeregelung besteht für Bedarfsgemeinschaften mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern. Hier wird die obere Grenze der Berücksichtigung von Freibeträgen auf 1.500 Euro angehoben.
Nachstehend eine Beispielsrechnung, die den Sachverhalt verständlicher machen:

Bei einem Zuverdienst von 500 Euro sind 100 Euro nicht anzurechnen, vom Restbetrag (400 Euro) sind 20 Prozent (400×0,2), also 80 Euro als Freibetrag zu berücksichtigen. Es ergibt sich ein Freibetrag von 180 Euro, sodass der Rest des Nebenverdienstes von 320 Euro in die Berechnung des Anspruches auf Hartz 4 einfließt.

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