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Nebenverdienst versteuern

Auch ein Nebenverdienst ist der Steuer unterworfen. Das heißt aber noch lange nicht, dass tatsächlich Steuern gezahlt werden müssen.

Nebenverdienst auf 400 Euro Basis

Jeder Arbeitnehmer darf neben seinem Haupteinkommen einen sogenannten 400-Euro-Job ausüben. Bei dieser Nebentätigkeit muss der Arbeitgeber eine pauschale Abgabe an die Sozialversicherungsträger in Höhe von 30% des Lohnes entrichten. Für den Arbeitnehmer selbst ist diese Form des Nebenverdienstes weder sozialversicherungs- noch steuerpflichtig. Der Arbeitnehmer erlangt auf diese Art und Weise auch keinerlei Ansprüche gegen die Sozialversicherung. Unter Umständen ist dann ggf. zu überlegen, ob man diesen “400-Euro-Job” nicht doch steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig ausübt. Steuern fallen dann auch keine an, aber wenn der Ehegatte privat krankenversichert ist, ist man selbst auch sozialversichert. Die Arbeitnehmeranteile werden im Regelfall deutlich niedriger ausfallen, als der eigene Beitrag zur PKV.

Selbstständige Nebentätigkeit zu Hause

Hierbei ist der Nebenverdienst auf gewerblicher Basis (Handelsvertreter, Internetmarketer, Schreibbüro, Buchführungshelfer, etc.) von einer freiberuflichen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Tätigkeit zu unterscheiden. Den Steuern unterliegen beide Arten von Nebentätigkeiten. Der Unterschied ergibt sich jedoch aus den entsprechenden Buchführungspflichten. Wenn der Gewinn nämlich 50 000 Euro im Jahr übersteigt, muss der Gewerbetreibende Bücher führen und seinen Gewinn durch einen Vermögensvergleich (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) nachweisen. Bei der freiberuflichen Tätigkeit bleibt es bei der einfachen Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung, die eigentlich jeder selbst erledigen kann.

Der Besteuerung unterworfen und steuerpflichtig

sind zwei Begriffe, die im allgemeinen Sprachgebrauch gern verwechselt werden. Der Steuer unterliegen im Grunde alle Einkünfte. Dies heißt aber noch lange nicht, dass dann auch tatsächlich Steuern gezahlt werden müssen. So hat jeder Steuerpflichtige erst einmal einen steuerfreien Grundfreibetrag von derzeit 8.004 Euro im Jahr. Solange das Einkommen – egal aus welcher Quelle – diesen Betrag nicht überschreitet, fallen keine Steuern an. Aber auch dann wenn dieser Betrag überschritten worden ist, müssen noch keine Steuern bezahlt werden, weil man auch Ausgaben hat, die man von den Einnahmen abziehen kann: Werbungskosten, Arbeitnehmerpauschalbetrag, Betriebsausgabenpauschale, Altersvorsorgebeiträge und anderes. Grob vereinfacht kann man wohl sagen, dass erst bei einem Gesamtverdienst von mehr als 10 000 Euro im Jahr Steuerzahlungen erfolgen müssen.

Die Steuerzahlungen erfolgen im Rahmen der Steuererklärungen oder das Finanzamt setzt Vorauszahlungen fest.