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Seriöser Nebenverdienst

Um über die Möglichkeiten eines seriösen Nebenverdienstes zu informieren, muss erst einmal Klarheit darüber geschaffen werden, was ein seriöser Nebenverdienst überhaupt ist.

Selbstständiger Nebenverdienst wird häufig nicht als seriöser Nebenverdienst angesehen

Viele setzen einen selbstständigen Nebenverdienst mit unseriös gleich. Dies trifft mit Sicherheit nicht zu. Wenn der Nebenverdienst darauf angelegt ist, anderen einen nützlichen Gegenstand oder eine wertvolle Information zu verkaufen und dafür eine Provision zu erhalten, so ist darin nichts zu erkennen, was als nicht seriöser Nebenverdienst bezeichnet werden müsste. Ob man allerdings Konzepte wie: „25 Euro pro E-Mail“ als seriös einstufen kann, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Bei solchen Lockangeboten geht es darum, dass der „Kunde“ eine Anleitung für 25 Euro erwirbt, die angeblich zeigt, wie man mit dem Bearbeiten und Verschicken von E-Mails 25 Euro pro Mail verdienen kann. Was als Anhang solcher Mails dann verschickt wird, enthält nun genau die Anleitung wie man den „Kunden“ mit solche einem Neppangebot das Geld aus der Tasche zieht. Natürlich kann man sagen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und wer solch eine Mail bestellt hat dann die 25 € Lerngeld zu zahlen… Jedoch halten wir solche Machenschaften nicht wirklich für seriös. Aber auch das liegt wiederum im Auge des Betrachters.

Hingegen kann der Weiterverkauf von ernstgemeinten Ratgebern z.B. zum Thema Altersvorsorge oder wie man sich eine Interessentenliste aufbaut durchaus als seriös angesehen werden. Leider sehen auch offizielle Stellen in Multi-Level-Marketing-Angeboten (kurz MLM) unseriöse Angebote, verkennen aber dabei, dass unser gesamtes Wirtschaftssystem eigentlich als ein einziges MLM-System aufgebaut ist: Produzent – Großhändler – Einzelhändler. Unseriös können MLM-Angebote eigentlich nur dann sein, wenn Eintritts- oder Mitgliedsgebühren verlangt werden, für die keine Gegenleistung geboten wird und man erst durch das Gewinnen neuer Mitglieder verdient.

Landläufig wird seriöser Nebenverdienst mit abhängiger Beschäftigung gleich gesetzt

Wenn man dieser Aussage glauben schenkt, dann können Aushilfstätigkeiten die von Schülern und Studenten in den Schul- und oder Semesterferien z.B. in Fabriken, Geschäften oder bei Dienstleistern absolviert werden als seriös bezeichnet werden. Steuerrechtlich werden diese Tätigkeiten als kurzfristige Beschäftigungen bezeichnet, für die keine Arbeitgeberanteile an die Sozialversicherung bezahlt werden müssen. Diese Tätigkeiten sind dann auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Jahr beschränkt. Eine Pauschalisierung der anfallenden Steuern wäre vorstellbar aber nicht empfehlenswert. Denn über den Lohnsteuerjahresausgleich lassen sich die bezahlten Steuern wieder zurückholen.

Für wen solche Nebenerwerbe nicht in Frage kommen, der kann sich auch noch bei der immer weiter steigenden Anzahl an 400-Euro-Jobs einen seriösen Nebenverdienst suchen. Hierzu gehören zum Beispiel Nachhilfestunden (sofern man dazu die benötigten Kenntnisse hat) oder auch Zeitungen austragen etc.